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Saisonware Restposten verkaufen: warum die Entscheidung meistens zu spät fällt

Der Rest der Saison verlässt Ihren Vertriebsweg und taucht dort nicht wieder auf: Die beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung steht vor der ersten Bestandsliste, und der Kaufvertrag untersagt uns den Wiederverkauf in Ihrem Heimatmarkt. Der gesamte Posten geht in einer Transaktion an einen Abnehmer, die Zahlung läuft per Überweisung vor der Verladung. Den verbindlichen Festpreis haben Sie innerhalb von 48 Stunden nach der vollständigen Bestandsliste, und er gilt 10 bis 14 Tage: Die Entscheidung passt damit in das Saisonfenster, sie zieht sich nicht über ein Quartal.

  • Beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung vor der ersten Bestandsliste, auf Wunsch nach Ihrem Muster
  • Wiederverkaufsverbot für Ihren Heimatmarkt als Klausel im Kaufvertrag
  • Zahlung per Überweisung vor der Verladung, die Abholung ab Lager organisieren wir
  • Verbindlicher Festpreis in 48 Stunden, gültig 10 bis 14 Tage, Posten ab 1.000 Einheiten
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Januar und Juli: das Fenster, in dem der Saisonrest noch eine Entscheidung ist

Nach der Wintersaison ist der Bestand im Januar gezählt, die Nachorder entschieden, der Rest bekannt. Nach der Sommersaison wiederholt sich dieselbe Lage im Juli. In diesen beiden Wochenfenstern reden Handel und Distribution zum ersten Mal ehrlich über den Rest der Saison, und in diesen beiden Fenstern ist der Rest noch eine Entscheidung, die Sie treffen.

Danach ändert sich nicht der Karton im Lager, sondern das Gespräch. Frische Restanten sind ein Posten aus der laufenden Kollektion: Größenlauf weitgehend vollständig, Ware im aktuellen Katalog, ein Abnehmer für alles. Carry-over ist ein anderes Thema mit anderen Abnehmern und anderen Argumenten, und Sie führen dieses Gespräch nicht mehr aus derselben Position. Wir sagen das offen, weil der Unterschied zwischen beiden Gesprächen groß ist: Der Ausstieg gehört in das Fenster, nicht in die übernächste Saison.

  • Ende Wintersaison, Januar: Inventur gelaufen, Nachorder entschieden, Rest bekannt.
  • Ende Sommersaison, Juli: dieselbe Lage, dieselbe Frist, dasselbe Gespräch.
  • Frische Restanten: laufende Kollektion, Größenlauf weitgehend intakt, ein Posten, ein Abnehmer.
  • Carry-over: anderer Abnehmerkreis, anderes Gespräch, weniger Spielraum für Sie.
  • Wer wartet, verwandelt eine Entscheidung in eine Bestandsposition, über die später jemand anderes entscheidet.

Im Januar und im Juli schaut der ganze Kanal zur selben Zeit hin

Ein Saisonüberhang entsteht nicht nur bei Ihnen. Er entsteht am Ende derselben Saison bei allen Marktteilnehmern gleichzeitig, und genau in diesen Wochen wird im Kanal besonders genau hingesehen. Wer welche Kollektion in welcher Tiefe geordert hat, ist im Markt meist bekannt. Eine Bestandsliste, die in dieser Zeit die Runde macht, ist deshalb selten anonym: Sie wird einem Haus zugeordnet, oft bevor sie den zweiten Empfänger erreicht.

Darauf antworten wir nicht mit einer Zusicherung, sondern mit der Reihenfolge. Vor Ihrer ersten Artikelnummer steht die beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung, gern nach Ihrem Muster, und das Wiederverkaufsverbot für Ihren Heimatmarkt steht als Klausel im Kaufvertrag, nicht in einem Werbesatz. Der Posten geht in einer Transaktion an einen Abnehmer, Ihre Liste bleibt in unserem Haus. Den vollständigen Wortlaut beider Klauseln finden Sie in der Übersicht zum Restposten-Ankauf.

  • Beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung vor der ersten Artikelnummer, auf Wunsch nach Ihrem Muster.
  • Wiederverkaufsverbot für Ihren Heimatmarkt als Klausel im Kaufvertrag.
  • Kein öffentliches Listing, keine Rundmail in den Handel, Ihre Bestandsliste bleibt in unserem Haus.
  • Der gesamte Posten geht in einer Transaktion an einen Abnehmer.
  • Wenn wir über Vorgänge sprechen, dann als Kategorie, Menge und Zeitraum, nie als Marke und nie als Verkäufer.

Welche Bestände am Ende einer Saison nebeneinanderliegen

Saisonrest ist kein einheitlicher Begriff. Am Ende eines Fensters steht sehr Unterschiedliches nebeneinander, und es ist unterschiedlich entstanden: aus dem laufenden Abverkauf, aus einem Modellwechsel, aus einer Lieferung, die zu spät kam, aus einer Nachorder, die der Markt nicht mehr aufgenommen hat. Für das Gespräch im Januar oder im Juli ist das relevant, weil es bestimmt, wie geschlossen der Posten überhaupt noch ist.

Sortieren Sie deshalb nicht vor und rechnen Sie nichts heraus. Die Liste, die ohnehin in Ihrem System liegt, reicht für den ersten Schritt. Welche Warengruppen wir grundsätzlich kaufen und ab welcher Menge, steht in der Übersicht zum Restposten-Ankauf. Wie ein Schuhposten gelesen wird und was die Frist aus der ESPR für unverkaufte Ware bedeutet, steht jeweils auf einer eigenen Seite.

  • Restanten der laufenden Kollektion, Farbstellungen und Größen noch weitgehend geschlossen.
  • Auslaufmodelle nach einem Modellwechsel, im nächsten Katalog nicht mehr geführt.
  • Vorsaisonware, die zu spät ankam und die Saison nicht mehr getroffen hat.
  • Nachsaisonware aus der Nachorder, die der Abverkauf nicht mehr aufgenommen hat.
  • Ware aus einer Vororder, die nie in die Fläche gegangen ist.

So laufen die nächsten Tage ab

Werktag 1

Anfrage und Rückmeldung

Drei Angaben genügen: Marke oder Kategorie, ungefähre Menge ab 1.000 Einheiten, und ob Sie über einen Verkauf sprechen wollen. Mehr fragen wir für den Einstieg nicht ab. Ein namentlicher Einkäufer antwortet innerhalb eines Werktages, per E-Mail oder WhatsApp. Eine Bestandsliste schicken Sie in diesem Schritt noch nicht.

Vor der ersten Bestandsliste

Beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung

Unterschrieben wird, bevor Artikelnummern, Größenläufe und Mengen unser Haus erreichen, gern nach Ihrem Muster. Im Januar und im Juli ist das der Schritt, der über alles Weitere entscheidet, denn in diesen Wochen ist die Liste selbst das empfindliche Dokument und nicht der Preis.

48 Stunden nach der vollständigen Liste

Verbindlicher Festpreis für den gesamten Posten

Nach der vollständigen Bestandsliste erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden einen verbindlichen Festpreis für den gesamten Posten, schriftlich und für Sie unverbindlich. Damit fällt die Entscheidung in dem Fenster, in dem Sie sie ohnehin treffen, und nicht im nächsten Quartal.

Nach Ihrer Freigabe

Zahlung, dann Abholung

Die Zahlung läuft vollständig per Überweisung, bevor verladen wird. Danach organisieren wir die Abholung ab Lager. Den Termin stimmen wir mit Ihrem Standort ab, damit der Vorgang in demselben Fenster endet, in dem er begonnen hat.

Den Saisonrest jetzt bewerten lassen, nicht in der nächsten Saison

Für den ersten Schritt brauchen Sie weder Bestandsliste noch Preisvorstellung. Drei Angaben genügen: Marke oder Kategorie, ungefähre Menge ab 1.000 Einheiten, und ob Sie über einen Verkauf sprechen wollen. Die Bestandsliste sehen wir erst nach der beidseitigen Geheimhaltungsvereinbarung, das Wiederverkaufsverbot für Ihren Heimatmarkt steht im Kaufvertrag, die Zahlung läuft per Überweisung vor der Verladung. Die Rückmeldung kommt von einem namentlichen Einkäufer innerhalb eines Werktages, per E-Mail oder WhatsApp, den verbindlichen Festpreis haben Sie innerhalb von 48 Stunden nach der vollständigen Liste.

Drei Angaben, keine Bestandsliste, keine Preisvorstellung; die Telefonnummer nur, wenn Sie einen Rückruf möchten, sonst antworten wir per E-Mail oder WhatsApp.

Der Einkäufer ruft an, statt zu schreiben. Das spart in der Regel zwei Tage.

Ihre Angaben gehen an einen Einkäufer, nicht in einen Verteiler. Antwort innerhalb eines Werktags.

Ihre Zahl wird gegen die aktuelle Nachfrage gerechnet und kommt im Gespräch, nicht aus einem Formular. Nur für Ware, die Sie rechtlich verkaufen dürfen.

Häufige Fragen

Lohnt es sich, bis zur nächsten Saison zu warten?

Warten können Sie. Nur führen Sie dann kein Gespräch mehr über frische Restanten, sondern über Carry-over, und das ist ein anderes Gespräch mit einem anderen Abnehmerkreis. Solange die Kollektion läuft und der Größenlauf weitgehend vollständig ist, ist der Rest eine Entscheidung, die Sie treffen. Eine Saison später ist er eine Bestandsposition, die im Haus jemand erklären muss.

Mein Bestand ist über mehrere Saisons gemischt. Ist das ein Problem?

Nein, das ist der Normalfall. Wir bewerten den Posten als Ganzes, inklusive der älteren Lagen, und übernehmen ihn in einer Transaktion. Sortieren Sie nicht vor und rechnen Sie nichts heraus: Die Liste aus Ihrem System reicht für den ersten Schritt, den Rest klären wir im Gespräch.

Kann unsere alte Kollektion auftauchen, wenn die neue anläuft?

Genau dieser Moment ist im Saisongeschäft der unangenehme, und deshalb regeln wir ihn im Vertrag statt in einer Zusage. Das Wiederverkaufsverbot für Ihren Heimatmarkt ist eine Klausel im Kaufvertrag, und den Wortlaut sehen Sie, bevor Sie uns eine Liste schicken. Die beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung steht vor der ersten Artikelnummer, Ihre Bestandsliste verlässt unser Haus nicht, und wenn wir überhaupt über Vorgänge sprechen, dann als Kategorie, Menge und Zeitraum, nie als Marke und nie als Verkäufer.

Wir haben Ware aus einer Vororder, die nie in die Fläche gegangen ist. Gehört die in denselben Posten?

Ja. Für das Fenster zählt nicht, wo die Ware gelegen hat, sondern zu welcher Kollektion sie gehört. Bestände, die nie in den Verkauf gegangen sind, stehen in der Regel vollständiger da als der Rest aus der Fläche, und sie gehen im selben Vorgang mit. Trennen oder umpacken müssen Sie dafür nichts: Die Positionen stehen in derselben Liste, bewertet wird der Posten als Ganzes.

Der Abverkauf läuft noch. Erst reduzieren oder den Posten jetzt anbieten?

Das entscheiden Sie, und beides ist möglich. Wichtig ist nur, was die Reduzierung mit dem Posten macht: Sie nimmt zuerst die gängigen Größen und Farben heraus, übrig bleibt der Teil, der am schwersten zu platzieren ist. Lassen Sie den Abverkauf zu Ende laufen, bewerten wir den Posten, der danach steht. Geben Sie ihn geschlossen ab, bewerten wir den geschlossenen Posten. In beiden Fällen kaufen wir den gesamten Posten in einem Zug.

Wann muss die Anfrage kommen, damit der Abschluss noch in das Fenster fällt?

Bei uns liegen ein Werktag für die Rückmeldung und 48 Stunden nach der vollständigen Bestandsliste bis zum verbindlichen Festpreis. Dazwischen liegt, was auf Ihrer Seite Zeit braucht: die Gegenzeichnung der Geheimhaltungsvereinbarung und der Export der Liste aus Ihrem System. Das Angebot gilt anschließend 10 bis 14 Tage, damit die interne Abstimmung nicht aus dem Fenster fällt. Wer im Januar oder im Juli abschließen will, beginnt das Gespräch also nicht am letzten Tag des Monats.

Können wir den Posten jetzt festmachen und erst nach Saisonende verladen?

Das ist eine Frage des Termins, nicht des Preises. Der Festpreis bezieht sich auf den Posten, wie er in der Liste steht. Wenn bis zur Abholung noch Mengen abfließen, muss das vorher in der Liste stehen, sonst bewerten wir etwas anderes, als Sie verkaufen. Den Abholtermin stimmen wir danach mit Ihrem Lager ab. Die Reihenfolge bleibt in jedem Fall gleich: erst der vollständige Zahlungseingang, dann die Verladung.