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Was den Preis eines Restpostens bestimmt, und warum keine Tabelle im Netz ihn kennt

Auf diese Frage gibt es im Netz viele Antworten und fast keine brauchbare. Der Grund ist einfach: Zwei Posten mit derselben Stückzahl, derselben Markenebene und derselben Saison können weit auseinanderliegen, und was sie trennt, steht in keiner Tabelle. Diese Seite nennt keine Zahl. Sie erklärt, woran ein Einkäufer einen Posten liest, welche Angaben die Zahl bewegen und warum eine Zahl, die vor der Bestandsliste genannt wird, keine ist.

  • Keine Preistabelle und keine Spanne: eine belastbare Zahl entsteht am konkreten Posten
  • Was die Zahl wirklich bewegt: Struktur, Tiefe, Größenlauf, Kartonage, Zeit
  • Warum wir nicht nach Ihrer Preisvorstellung fragen
  • Verbindlicher Festpreis in 48 Stunden nach vollständiger Bestandsliste, genannt im Gespräch
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Warum die Stückzahl das schwächste Kriterium ist

Die Stückzahl beantwortet nur eine Frage: ob ein Posten überhaupt in Betracht kommt. Bei uns liegt diese Schwelle bei 1.000 Einheiten. Darüber sagt die Zahl fast nichts mehr.

Entscheidend ist die Struktur dahinter. Wenige Artikel in der Tiefe verwerten sich anders als eine Sammlung vieler kleiner Reste, ein geschlossener Größenlauf anders als ein aufgebrochener, eine vollständige Farbreihe anders als drei übrig gebliebene Farben. Zwei Posten mit identischer Stückzahl können deshalb in völlig verschiedenen Bereichen liegen, und keine Formel bildet das ab.

Die fünf Dinge, die einen Posten wirklich bewegen

Diese fünf Punkte prüft ein Einkäufer, bevor eine Zahl fällt. Sie sind auch das, was Sie in Ihrer Liste abbilden sollten, und zwar so, wie es tatsächlich im Regal steht.

  • Tiefe: wenige Artikel in großer Menge oder viele Artikel in kleiner Menge. Das ist der stärkste einzelne Faktor.
  • Größenlauf: wie viel in den gängigen Lagen liegt und wie viel am Rand des Laufs. Ein gebrochener Lauf ist kein Mangel, aber er verändert die Rechnung.
  • Zustand und Kartonage: Originalkarton, Etikett, richtige Paarung, Zustand nach mehrfachem Umlagern. Bei Textil stattdessen: gehängt, gefaltet oder gepresst.
  • Aktualität: laufende Saison, Vorsaison oder Ware aus abgelaufenen Kollektionen. Carry-over-Artikel verhalten sich anders als ein saisonaler Spitzenartikel.
  • Zeit: bis wann die Fläche frei sein muss. Ein enges Fenster ist kein Preisnachlass, aber es begrenzt, welche Wege überhaupt noch offen stehen.

Warum wir nicht nach Ihrer Preisvorstellung fragen

Es gibt in diesem Geschäft ein verbreitetes Formularfeld mit der Überschrift Preisvorstellung. Es sieht nach Entgegenkommen aus und ist das Gegenteil.

Wer als Verkäufer zuerst eine Zahl nennt, verhandelt anschließend gegen die eigene Zahl. Liegt sie zu niedrig, wird sie zur Obergrenze. Liegt sie zu hoch, verlieren Sie das Gespräch, ohne je erfahren zu haben, was der Posten getragen hätte. Beides ist für Sie schlechter als die Reihenfolge, in der zuerst der Käufer bewertet.

Deshalb gibt es dieses Feld hier nicht. Wir lesen den Posten, legen die Zahl vor, und entschieden wird danach von Ihnen.

Was eine Zahl vor der Liste wert ist

Eine Zahl, die genannt wird, bevor jemand Artikel, Größenlauf und Mengen gesehen hat, ist eine Vermutung mit einem Preisschild daran. Sie hat einen praktischen Zweck, aber nicht für Sie: Sie hält Sie im Gespräch, bis die Ware sichtbar ist, und wird danach korrigiert.

Deshalb steht auf keiner Seite dieses Angebots eine Zahl, keine Spanne und kein Rechner. Der verbindliche Festpreis für den gesamten Posten kommt innerhalb von 48 Stunden nach der vollständigen Bestandsliste, er gilt für den Posten so, wie die Liste ihn beschreibt, und er wird im Gespräch genannt. Solange der Posten der Liste entspricht, steht die Zahl auch dann noch, wenn der Lkw kommt.

So laufen die nächsten Tage ab

Tag 1

Anfrage ohne Zahlen

Marke oder Kategorie, ungefähre Menge ab 1.000 Einheiten, und ob Sie über einen Verkauf sprechen wollen. Eine Preisvorstellung brauchen wir nicht und fragen wir nicht ab.

Vor der Liste

Beidseitige Geheimhaltung

Die Geheimhaltungsvereinbarung wird unterzeichnet, bevor Sie die erste Bestandsliste senden. Danach genügen Artikel, Größenlauf und Menge.

48 Stunden

Verbindlicher Festpreis

Innerhalb von 48 Stunden nach vollständiger Liste liegt ein Festpreis für den gesamten Posten vor, gerechnet gegen die aktuelle Nachfrage. Für die Prüfung bitten wir um ein kurzes Exklusivfenster.

Nach Freigabe

Zahlung, dann Abholung

Der vollständige Kaufpreis geht per Überweisung ein, bevor verladen wird. Entscheiden Sie sich gegen die Zahl, endet es dort ohne Kosten.

Die Zahl entsteht am Posten, nicht auf dieser Seite

Für den ersten Schritt genügen Marke oder Kategorie, die ungefähre Menge ab 1.000 Einheiten und Ihre Bereitschaft, über einen Verkauf zu sprechen. Ein Einkäufer meldet sich innerhalb eines Werktages, die Geheimhaltung liegt vor der ersten Bestandsliste, der verbindliche Festpreis innerhalb von 48 Stunden danach.

Drei Angaben genügen, und eine Preisvorstellung gehört ausdrücklich nicht dazu.

Der Einkäufer ruft an, statt zu schreiben. Das spart in der Regel zwei Tage.

Ihre Angaben gehen an einen Einkäufer, nicht in einen Verteiler. Antwort innerhalb eines Werktags.

Ihre Zahl wird gegen die aktuelle Nachfrage gerechnet und kommt im Gespräch, nicht aus einem Formular. Nur für Ware, die Sie rechtlich verkaufen dürfen.

Häufige Fragen

Können Sie mir wenigstens eine grobe Spanne nennen?

Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung, keine Ausflucht. Eine Spanne, die vor der Bestandsliste genannt wird, hat mit Ihrem Posten nichts zu tun; sie würde für jeden Posten dieselbe sein. Ihr einziger Effekt wäre, dass Sie sich an den oberen Rand erinnern und die spätere echte Zahl daran messen. Das verdirbt das Gespräch für beide Seiten. Wir bewerten zuerst und nennen die Zahl dann.

Was hebt einen Posten am stärksten?

Tiefe. Wenige Artikel in großer Menge sind leichter zu bewegen als eine Sammlung vieler kleiner Reste, weil sie in einem Stück weiterlaufen können. Danach kommen der Größenlauf und die Aktualität. Zustand und Kartonage sind selten der Hebel nach oben, aber sie können nach unten ziehen, wenn sie in der Liste fehlen und erst an der Rampe auftauchen.

Müssen wir vorher sortieren, um mehr zu bekommen?

Nein. Sortieren, umlagern oder Randgrößen aussteuern kostet Ihre Leute Arbeitszeit und ändert an unserer Lesart nichts. Wir brauchen die Verteilung so, wie sie im Regal steht. Hilfreich ist stattdessen eine ehrliche Zeile zum Zustand, etwa wie viele Teile ohne Originalkarton dabei sind. Ein bekannter Zustand kostet Sie weniger als eine Überraschung.

Wir haben von einem anderen Käufer bereits eine Zahl. Bringt ein zweites Angebot etwas?

Das ist Ihre Entscheidung, und wir bitten Sie nicht, die andere Zahl zu nennen. Sinnvoll ist der Vergleich ohnehin nur, wenn beide Zahlen dasselbe bedeuten. Prüfen Sie deshalb, ob es ein Festpreis für den gesamten Posten ist, wann gezahlt wird und was zum Wiederverkauf im Vertrag steht. Zwei Zahlen ohne diese drei Antworten sind nicht vergleichbar.

Ändert sich die Zahl noch, wenn der Lkw da ist?

Nicht, solange der Posten der Bestandsliste entspricht. Genau deshalb hängt alles an der Vollständigkeit dieser Liste, und genau deshalb wird sie Anlage zum Kaufvertrag. Weicht die Ware wesentlich davon ab, sprechen wir vorher darüber und nicht an der Rampe. Ein bekannter Mangel in der Liste ist kein Problem, ein unbekannter wird eines.