Restposten Schuhe verkaufen: was Größenlauf, Kartonage und Tiefe mit dem Posten machen
Bevor Sie uns eine einzige Artikelnummer nennen, liegt die beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung unterschrieben vor. Im Kaufvertrag steht das Weiterverkaufsverbot für Ihren Heimatmarkt, und der Kaufpreis wird vollständig per Überweisung angewiesen, bevor ein Lkw an Ihre Rampe fährt. Das verbindliche Angebot folgt innerhalb von 48 Stunden nach der vollständigen Bestandsliste. Was ein Schuhposten trägt, entscheidet dabei nicht die Paarzahl, sondern seine Struktur, und die lesen wir vor dem Angebot statt danach.
- Beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung, bevor Sie die erste Bestandsliste senden
- Vertragliches Weiterverkaufsverbot für Ihren Heimatmarkt, im Kaufvertrag nachlesbar
- Vollständige Zahlung per Banküberweisung vor der Verladung, kein Bargeld
- Verbindliches Angebot in 48 Stunden nach vollständiger Liste, Posten ab 1.000 Paar, Abholung organisieren wir
Ein Schuhposten hat keinen Wert je Paar, sondern eine Struktur
Zwei Posten mit derselben Paarzahl, derselben Markenebene und derselben Saison liegen weit auseinander. Entscheidend ist, was der Größenlauf noch hergibt, wie viel in den gängigen Lagen liegt und in welchem Zustand die Kartonage nach mehrfachem Umlagern ist. In der Branche heißen diese Bestände schlicht Restanten, und jeder einzelne liest sich anders.
Für ein Haus, bei dem Schuhe eine von zwölf Warengruppen sind, ist diese Durchsicht zu teuer. Es bewertet pauschal und rechnet alles Unbekannte als Risiko ein. Dieses Risiko landet in Ihrer Zahl. Schuhe sind unser Hauptgeschäft, deshalb passiert die Arbeit am Posten vor dem Angebot und nicht als Abzug danach.
Woran wir einen Posten lesen, bevor eine Zahl fällt
Wir bitten Sie nicht, Ihren Bestand selbst einzuschätzen. Wir lesen ihn, und dafür genügen Artikel, Größenlauf und Menge.
Nichts davon muss perfekt sein. Ein gebrochener Größenlauf ist kein Mangel, sondern eine Information, und wir wollen sie vor dem Angebot haben statt bei der Abholung. Solange der Posten der Liste entspricht, steht unsere Zahl auch dann noch, wenn der Lkw kommt.
- Größenlauf und sein Rest: welche Lagen noch geschlossen sind und wo der Lauf auseinandergefallen ist
- Kartonage: Originalkarton, Deckel, Etikett, richtige Paarung von Karton und Schuh, Zustand nach mehrfachem Umlagern
- Kernlagen und Randlagen: wie viel des Postens in den gängigen Größen liegt und wie viel am Rand des Laufs
- Sortenrein oder gemischt: wenige Artikel in der Tiefe lesen sich anders als eine Sammlung vieler Einzelreste
- Verpackung: wie die Ware steht, ob eine Ladeliste existiert, wie schnell verladen werden kann
Die Bestandsliste wird Anlage zum Kaufvertrag, nicht nur ein Anhang in der E-Mail
Bei Schuhen entzündet sich Streit hinterher immer an derselben Stelle: welche Paare in welchen Größen tatsächlich auf der Palette stehen. Deshalb wird genau die Liste, auf der unser Angebot beruht, mit Artikel, Größenlauf und Menge zur Anlage des Kaufvertrags. Unsere Zahl bezieht sich damit nachweisbar auf eine dokumentierte Struktur und nicht auf eine mündliche Beschreibung, und niemand muss sich später auf Erinnerung berufen.
Unterschrieben wird in dieser Reihenfolge: zuerst die beidseitige Geheimhaltung, dann geht die Liste raus, dann der Kaufvertrag mit dem Weiterverkaufsverbot für Ihren Heimatmarkt. Gezahlt wird vollständig per Überweisung, bevor verladen wird; Rechnung und Lieferschein dokumentieren den Vorgang für Ihre Unterlagen. Den Wortlaut der Klauseln und die drei Dokumente, die den Ablauf tragen, finden Sie auf der Übersichtsseite zum Restposten-Ankauf.
Was wir im Gespräch fragen, und wonach wir nie fragen
Wir fragen nach dem Posten, nicht nach Ihrer Kalkulation.
Ihre feste Zahl wird gegen die aktuelle Nachfrage gerechnet und kommt im Gespräch, nicht aus einem Formular. Müssen Sie uns dafür Preise mitschicken? Nein. Wer als Verkäufer zuerst eine Zahl nennen soll, verhandelt gegen sich selbst, und so kaufen wir nicht ein.
- Gefragt wird: um welche Marken und Kategorien es geht
- Gefragt wird: wie viele Paar es insgesamt sind und wie der Größenlauf grob aussieht
- Gefragt wird: bis wann die Fläche oder das Lager frei sein soll
- Nie gefragt wird: Ihre Preisvorstellung
- Nie gefragt wird: eine eigene Bewertung Ihres Postens
- Nie gefragt wird: Einkaufspreise, Kalkulationen oder Margen
Ihr Ansprechpartner für den Schuhposten hat einen Namen
Sie schreiben nicht an ein Sammelpostfach. Ein Einkäufer mit Namen, Foto und Durchwahl führt den Vorgang von der ersten Nachricht bis zur Verladung, Firmierung, Sitz und Registereintrag stehen im Impressum. Wer einen kompletten Posten aus Ihrem Lager holt, sollte überprüfbar sein, bevor Sie ihm eine Bestandsliste schicken.
Übernommen werden Schuhposten ab 1.000 Paar, neu und originalverpackt. Wie ein Posten das Lager verlässt, wer dabei das Preisrisiko trägt, warum ein direkter Abnehmer anders rechnet als eine Kette von Zwischenstationen und was passiert, wenn Sie ein Angebot ablehnen: das steht im Überblick zum Restposten-Ankauf. Für Sneaker im Detail und für Saisonware aus abgelaufenen Kollektionen gibt es eigene Seiten.
So laufen die nächsten Tage ab
Anfrage und Rückmeldung
Sie nennen Marke oder Kategorie und die ungefähre Paarzahl. Ein Einkäufer meldet sich innerhalb eines Werktages, per E-Mail oder Telefon, wie es Ihnen lieber ist. Eine Telefonnummer ist dafür nicht nötig.
Beidseitige Geheimhaltung
Die Geheimhaltungsvereinbarung wird unterschrieben, bevor Sie die erste Bestandsliste senden, gern auf Ihrem Muster. Danach genügen Artikel, Größenlauf und Menge.
Verbindliches Angebot
Innerhalb von 48 Stunden nach vollständiger Liste liegt ein festes Angebot vor. Für die Prüfung bitten wir um ein Exklusivfenster von 5 bis 7 Tagen, das Angebot selbst bleibt 10 bis 14 Tage gültig.
Zahlung, dann Abholung
Zuerst der Kaufvertrag mit der Bestandsliste als Anlage, dann die vollständige Zahlung per Überweisung. Verladen wird nach Zahlungseingang, die Abholung ab Ihrem Lager organisieren wir.
Schuhposten vertraulich anfragen
Für den ersten Schritt brauchen Sie keine Datei und keine Kalkulation. Marke oder Kategorie, ungefähre Menge ab 1.000 Paar, und ob Sie über einen Verkauf sprechen wollen. Ein Einkäufer meldet sich innerhalb eines Werktages. Die Geheimhaltungsvereinbarung liegt vor der ersten Bestandsliste vor, das verbindliche Angebot innerhalb von 48 Stunden danach.
Drei Angaben genügen: Marke oder Kategorie, ungefähre Menge ab 1.000 Paar, und ob Sie über einen Verkauf sprechen wollen. Nach Ihrer Preisvorstellung fragen wir nicht.
Angenommen. Ihr Angebot wird vorbereitet.
Ein Käufer meldet sich innerhalb eines Werktags, das verbindliche Angebot folgt innerhalb von 48 Stunden. Alles unter Geheimhaltung.
Häufige Fragen
Taucht die Ware später verbilligt in meinem Heimatmarkt auf?
Diese Frage entscheidet den Verkauf, deshalb hängt sie bei uns nicht an einem Werbesatz, sondern an einer Klausel im Kaufvertrag: Der Weiterverkauf in Ihrem Heimatmarkt ist uns vertraglich untersagt. Den Wortlaut lesen Sie vor der Unterschrift, nicht danach. Bei Schuhen ist die Sorge besonders konkret, weil Artikelnummer und Größenlauf einen Posten für jeden lesbar machen, der dieselbe Saison eingekauft hat. In Ihren eigenen Vertriebsweg gibt niemand die Ware von uns zurück. Der Absatz erfolgt außerhalb Ihres Heimatmarktes, das Modell dahinter ist auf der Seite zum Restposten-Ankauf beschrieben.
Wer erfährt, dass wir verkaufen?
Vor der ersten Bestandsliste steht die beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung, gern auf Ihrem Muster. Beidseitig heißt: auch wir nennen weder Ihr Haus noch die Ware noch die Konditionen gegenüber Dritten. Bei Schuhen ist die Liste selbst das Risiko, nicht das Gerücht. Artikelnummern mit Größenverteilung sind im Handel ein Fingerabdruck, und eine Liste, die durch fünf Postfächer geht, verrät den Absender auch ohne Briefkopf. Deshalb geht sie an einen Abnehmer für den gesamten Posten, und Preise, Marken oder Referenzen mit Namen veröffentlichen wir grundsätzlich nicht.
Wie erkläre ich das intern?
Mit Unterlagen statt mit einer Erzählung: unterschriebene Geheimhaltungsvereinbarung, Kaufvertrag mit Vermarktungsklausel, das schriftliche Angebot und eine dokumentierte Überweisung mit Rechnung und Lieferschein. Das ist die Mappe, die Geschäftsführung, Einkauf und Rechtsabteilung sehen wollen. Kaufmännisch steht darin der Satz, der in jeder Runde trägt: gebundenes Kapital wird frei, bevor die nächste Wertberichtigung fällig wird.
Der Größenlauf ist gebrochen, mehrere Artikel liegen nur noch in Randgrößen. Sortieren wir das vorher?
Nein. Sortieren, umlagern oder Restgrößen aussteuern müssen Sie nicht, das kostet Ihre Leute Arbeitszeit und ändert an unserer Lesart nichts. Wir brauchen die Verteilung so, wie sie im Regal steht, denn ein Posten mit vielen Randgrößen läuft anders weiter als ein geschlossener Lauf, und beides ist ein normaler Fall. Wichtig ist nur, dass die Liste den Ist-Zustand abbildet und nicht den Wunschzustand, damit die Zahl bis zur Verladung trägt.
Die Kartonage hat mehrfaches Umlagern hinter sich. Müssen wir neu verpacken?
Nein. Gedrückte Deckel, fehlende Kartons oder Paare, die im falschen Karton stecken, sind bekannte Zustände und kein Ausschlussgrund. Sie gehören in die Liste, weil die Kartonage mitentscheidet, wie ein Posten weiterläuft, aber niemand verlangt von Ihnen, dass Ihre Leute dafür Ware anfassen oder neu verpacken. Hilfreich ist eine ehrliche Zeile, etwa wie viele Paar ohne Originalkarton dabei sind. Ein bekannter Zustand kostet Sie in der Verhandlung weniger als eine Überraschung an der Rampe.
In einem Posten liegen mehrere Saisons nebeneinander. Trennen wir das?
Nein, mehrere Saisons in einem Posten sind der Normalfall, und wir lesen ohnehin jeden Artikel einzeln: Größenlauf, Tiefe, Kartonage. Eine Sammlung vieler kleiner Reste liest sich anders als wenige Artikel in der Tiefe, übernommen wird beides, und Sie müssen den Bestand dafür nicht auseinanderziehen. Geht es überwiegend um Ware aus abgelaufenen Kollektionen, ist die Seite zu Saisonware der passendere Einstieg.
Nehmen Sie auch B-Ware oder getragene Paare?
Nein. Übernommen wird neue, originalverpackte Markenware ab 1.000 Paar. Zweite Wahl mit Materialfehlern, getragene Paare und Reparaturware kaufen wir nicht, ebenso wenig einzelne Restpaare ohne Menge dahinter. Ob ein Posten hineinpasst, klären wir im Gespräch; für die erste Nachricht genügen Marke oder Kategorie, die ungefähre Paarzahl und die Bereitschaft, über einen Verkauf zu sprechen.